Fohlen – Das erste Jahr

Ja, natürlich sind sie süß. In der Wildnis haben die Fohlen es aber nicht leicht. Das erste Jahr ist das Schwerste. Sie müssen gleich nach der Geburt mit der Herde mithalten und genug Kraft und Vitalität aufbauen, um den ersten Winter zu überstehen.

Fohlengeburt

Willkommen im Leben

Bei Pferden läuft die Geburt, ähnlich wie bei den meisten Pflanzenfresser recht schnell ab. Wenige Minuten nach der Geburt versuchen die Fohlen aufzustehen. Die ersten Anläufe scheitern zwar meist noch, aber nachdem sie ein paar Mal hochgekommen sind, finden sie rasch ihr Gleichgewicht und beginnen mit den ersten Schritten. Sie suchen sofort nach der Begrüßung durch ihre Mutter nach dem Euter. Instinktiv formen sie ihre Zunge zu einem kleinen Trichter und wissen genau, auf welcher Höhe sich die Zitzen befinden. Nur die genaue Lage zwischen den Hinterbeinen müssen sie noch finden, bevor sie die wertvolle Biestmilch trinken können.

Der Sommer: die unbeschwerte Fohlenzeit

Der Sommer: die unbeschwerte Fohlenzeit

Nachdem die Kleinen sicher auf den Beinen sind und intensiv durch ihre Mutter abgeleckt und beschnüffelt worden sind, nehmen die Fohlen bzw. die anderen Tiere aus der Herde Kontakt zu dem Neuankömmling auf. Manchmal ist es auch so, dass andere Stuten schon bei der Geburt das Fohlen anpusten. Sein Vater darf allerdings immer erst später in seine Nähe kommen. Sollten fremde Hengste in die Nähe von Fohlen und Stute kommen, sorgt der Hengst dafür, dass die anderen sich wieder entfernen und Stute und Fohlen in Ruhe die erste Zeit miteinander verbringen können. Nachdem sich beide von der Geburt erholt haben, kommen neugierige andere Fohlen oder Geschwister in ihre Nähe. Die Freundschaften, die sich zwischen den Fohlen bilden, halten oft ein ganzes Leben lang.

Für die Jährlinge ist der erste Winter eine besondere Herausforderung.

Für die Jährlinge ist der erste Winter eine besondere Herausforderung.

Nachdem die sie einen meist unbeschwerten Sommer verleben, wird der erste Winter oft eine der größten Herausforderungen in ihrem Leben. Zwar saugen sie in der Regel noch bis ihre Mutter das nächste Fohlen bekommt, aber sie müssen sich ihr Futter mehr und mehr selbst suchen. Nicht selten sehen die Jährlinge deshalb etwas zottelig aus. Oft sind etwas abseits der Herde auf der Suche nach speziellen Gräsern, Moosen und Gehölzen. Durch die gezielte Aufnahme von Nahrung stärken sie ihre Abwehrkräfte für den ersten Winter.

Es gibt Pferde,
die unser Leben verändern.
Für immer.

In der Masterclass erkläre ich übrigens auch die verschiedenen Lebensalter und ihren Einfluss auf das Sozialverhalten.

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